Berichte - TuS 04 Hohenecken

TuS 04
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Berichte

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Saison 2020 / 2021
Pfälzische Volkszeitung 3. Juli 2020 - Lokalsport
von Peter Knick

Gebremster Übereifer im ersten Training
Mit dem TuS 04 Hohenecken hat nun nach dem SV Steinwenden und SV Morlautern auch der Dritte unserer Fußball-Verbandsligisten mit der Vorbereitung auf die neue Saison begonnen. Dabei gingen die Spieler des TuS 04 im ersten Training mit so viel Eifer und Engagement zur Sache, dass ihr Coach Benny Hassenfratz sie bremsen musste.

In der über eine Stunde dauernden Trainingseinheit auf dem Kunstrasenplatz mahnte Benny Hassenfratz seine übereifrigen Schützlinge: „Ihr müsst nicht 100 Prozent geben.“ Ungewohnte Worte aus dem Mund eines Trainers. Sind es doch oftmals nicht weniger, sondern mehr als 100 Prozent, die von den Fußballern in Training und Spiel gefordert werden. Aber der junge Hohenecker Trainer, der mit seinen knapp 31 Jahren selbst noch in einem guten Fußballalter ist, wegen eines Knorpelschadens jedoch nicht mehr spielen kann, will es zum Auftakt der Vorbereitung piano angehen lassen. „Gewöhnt euch erst einmal wieder an den Ball!“, ruft er ihnen zu.
Dieses von Benny Hassenfratz geforderte „langsame Angehen“ ist aber nicht nur der ersten Trainingseinheit geschuldet. Es ist auch durch die Situation begründet, in der sich der Amateurfußball zurzeit befindet. Sah doch der Ausklang der Saison 2019/20 ganz anders als die vorhergehenden aus. Die Pandemie erzwang den Abbruch der Runde und schuf einen Zustand der Unsicherheit.
Und unsicher ist die Lage noch immer, das Coronavirus stellt nach wie vor eine Gefahr für das gesellschaftliche Leben dar. Die Hoffnung, dass es im Herbst mit der neuen Spielzeit weitergeht, ist zwar in Fußballkreisen groß, aber sicher ist das nicht. Darauf zielt Benny Hassenfratz ab, wenn er sagt: „Wir wissen noch nicht, wann es losgeht.“
Der Hohenecker Coach will vermeiden, dass seine Spieler sich in der Vorbereitung zerreißen, dem Saisonstart entgegenfiebern und dann enttäuscht werden, wenn es im September mit dem Ligaauftakt doch nicht klappen sollte.


Trotz dieser unklaren Situation ist es aber nur zu verständlich, dass die Hohenecker das erste Saisonspiel herbeisehnen, sind sie doch als Meister der Landesliga West in die Verbandsliga aufgestiegen. Und natürlich wollen sie sich in dieser anspruchsvollen Klasse beweisen.
Da der TuS 04 in Daniel Kalepky einen wichtigen Abwehrspieler verloren hat (er wechselte in die Landesliga Ost zum TuS Altleiningen) und auch nicht mehr auf den Spielmacher Dennie Schmidt bauen kann, der eine neue Aufgabe als Spielertrainer beim Bezirksligisten SG Oberarnbach gefunden hat, wurden neue Spieler verpflichtet. So kam vom Ligarivalen SV Morlautern der Torhüter Luca Layes, vom FK Pirmasens der 20 Jahre alte Innenverteidiger Max Eichenlaub, der in der zweiten Mannschaft des FKP zum Einsatz kam und somit schon über Verbandsligaerfahrung verfügt. Ebenfalls vom FKP wechselten der Mittelfeldspieler Benson Kamau und der in der vorigen Runde noch in der U19 spielende Außenstürmer Christopher Kruse nach Hohenecken. Mit Enrico Wolf wurde ein weiterer Jungstürmer verpflichtet, der zuletzt für die U19 der SG Meisenheim am Ball war. „Das sind gut ausgebildete Fußballer“, sagt Benny Hassenfratz, der aus den Spielern der Meistermannschaft und den Neuen eine Einheit formen will, die in der Verbandsliga bestehen kann.


Saison 2019 / 2020
Pfälzische Volkszeitung 7. Juli 2020 - Sport
von Peter Knick

Die Rückkehr des Dinos
Kaiserslautern. Alte Zeiten leben wieder auf – durch den Aufstieg des TuS 04 Hohenecken. Die Westpfälzer spielen in der kommenden Saison wieder in „ihrer Liga“, in der Fußball-Verbandsliga.

Als Meister der Landesliga West hat der traditionsreiche Klub den Aufstieg geschafft. Ein Titelgewinn der besonderen Art. Denn die Saison 2019/20 wurde ja wegen der Pandemie abgebrochen und blieb damit unvollendet.
Auf diese Ausnahmesaison spielt Harry Milster an, wenn er von der „Corona-Meisterschaft“ spricht. Schon seit vielen Jahrzehnten engagiert sich Harry Milster für den TuS 04, steht an der Spitze der Fußballabteilung und ist eine Konstante im Leben dieses Stadtteilvereins, der viele Jahre hinter dem FCK die zweite Fußballadresse in Kaiserslautern war. Dass der TuS 04 vom Stadtrivalen SV Morlautern überflügelt wurde, wurmt natürlich Harry Milster und die anderen, für die der TuS eine Herzenssache ist. Die Erinnerung an die großen Zeiten, in denen die Hohenecker zu den Spitzenmannschaften der Verbandsliga gehörten, von den Konkurrenten respektvoll als „Dino und Urgestein der Liga“ bezeichnet wurden, sind noch nicht verblasst.
Wieder in die Verbandsliga aufzusteigen, aus der man 2018 zum zweiten Mal abgestiegen war, war das erklärte Ziel, als die Mannschaft Anfang August 2019 auf dem Erbsenberg mit der Auswärtspartie gegen den VfR Kaiserslautern die Saison eröffnete. Und der Start verlief gut für die junge Mannschaft und ihren Trainer Benny Hassenfratz. Mit 1:0 setzte man sich in diesem Lokalderby durch, ließ in der nächsten Partie einen Kantersieg gegen Hoppstädten folgen und hatte damit viel Selbstvertrauen für das Duell mit dem SV Rodenbach getankt, einem zu den Titelanwärtern zählenden Gegner. Als „Knackpunkt“ bezeichnet Benny Hassenfratz rückblickend dieses Spiel, in dem seine Mannschaft mit 0:1 in Rückstand geriet, nach der Pause die Partie aber noch drehte und mit 2:1 gewann. „Wir können also auch Topspiele gewinnen.“
Das sei, so Benny Hassenfratz, die Erkenntnis aus diesem für den weiteren Saisonverlauf so überaus wichtigen Kampf gewesen. Danach schien der TuS 04 nicht mehr aufzuhalten zu sein. Ein Gegner nach dem anderen wurde besiegt, die Sportfreunde Bundenthal sogar zweistellig (10:1). Nach neun Siegen in Folge riss jedoch die Serie im Heimspiel gegen die SG Eppenbrunn (0:3). Bei diesem Rückschlag blieb es aber nicht, weitere Niederlagen folgten. Die schon abgeschlagenen Konkurrenten witterten Morgenluft und rückten dem aus dem Tritt geratenen Spitzenreiter immer dichter auf die Pelle.
Es spricht für den jungen Trainer Benny Hassenfratz (30), dass er diese Krise mit seiner Mannschaft überwand und sie wieder auf Erfolgskurs brachte. Am 7. März 2020 bestritten die Hohenecker gegen den SC Idar-Oberstein II ihr 19. Ligaspiel und landeten ihren 15. Sieg. Es sollte die letzte Partie in dieser vom Coronavirus heimgesuchten Saison sein. „Wir hätten die Meisterschaft lieber sportlich als am grünen Tisch gewonnen“, sagt Benny Hassenfratz, dessen Team aufgrund des besseren Quotienten (2,37) in der Abschlusstabelle der Corona-Runde vor dem VfR Baumholder (2,33) rangiert, der als Ligazweiter auch aufsteigt.
Dass seine Mannschaft den Titel auch gewonnen hätte, wenn die Runde fortgesetzt und die restlichen elf Partien noch gespielt worden wären, davon ist Benny Hassenfratz überzeugt. „Meine Jungs waren heiß auf den Titel“, sagt der Trainer, für den „das Kollektiv über allem steht“. Eine Stärke seines Meisterkollektivs sieht er in der großen Zahl von Torschützen. „Wir hatten viele Spieler, die mehr als fünf Tore schossen.“ Von den 63 erzielten Treffern gingen jeweils zehn auf das Konto von Marcel Walzer und Lukas Kallenbach. Neunmal traf der Spielmacher Dennie Schmidt.
„Meine Spieler sind entwicklungsfähig“, sagt Benny Hassenfratz und will mit seiner Mannschaft in der nächsten Saison an die guten alten Zeiten anknüpfen und den TuS wieder zu einer festen Größe in der Verbandsliga machen.


Die Meistermannschaft
Jan-Hendrik Bauer (19 Alter/16 Spiele/3 Tore), Tobias Baumgärtner (30/2/0), Ladarius De Juan Bell (23/7/0), Nils Dendl (25/16/1), Sebastian Donauer (28/17/0), Benedikt Fath (24/10/0), Nils Gies (23/15/1), Alex Groß (20/9/3), Nico Hammel (25/16/7), Philipp Heimler (29/9/0), Marvin Hill (24/9/0), Daniel Kalepky (26/16/0), Lukas Kallenbach (23/8/10), Lukas Krieg (22/2/0), Leon Krüger (20/18/0), Nils Rahm (20/15/6), Ferdinand Ripperger (19/3/0), Dennie Schmidt (28/17/9), Tok Sergen (23/4/3), Lars Velten (21/17/6), Marcel Walzer (24/15/10)

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